Denn wir wissen was wir tun! Ansätze und Haltungen einer zukunftsfähigen Jugendpastoral
Bereits zum 20. Mal fand heuer die Jugendpastoralwoche statt. Dieses Jahr beschäftigten wir uns vom 24.1 - 28.1.05 mit dem Themenfeldern: Professionelles Handeln, Subjektorientierung und Mystagogie in der kirchlichen Jugendarbeit.
26 TeilnehmerInnen aus 5 Diözesen trafen sich zum Gedankenaustausch im verschneiten Bildungshaus St. Michael in Matrei am Brenner/Tirol. Gemeinsam mit unserem kompetenten Referenten Dominik Schenker von der Deutschschweizer Fachstelle für Jugendarbeit machten wir uns Gedanken über zukunftsfähige Jugendarbeit aus mystagogisch-subjektorientierter Sicht.
Am Beginn unserer Überlegungen zur Jugendarbeit befassten wir uns mit unseren persönlichen Einstellungen und Haltungen, die wir in die Arbeit mit Jugendlichen mitbringen. Wir erfuhren, dass es 4 philosophisch-soziologische Sichtweisen auf Jugendliche gibt: Die degenerierte, unterdrückte, barbarische oder verändernde Jugend, denen 4 Haltungen im Umgang mit Jugendlichen korrespondieren: Nacherziehung, Prävention, Repression und Partizipation.
Weiters beschäftigten wir uns mit den drei jugendpastorale Haltungen: Bekehren, Abholen und Begleiten, dabei versuchten wir herauszuarbeiten, welches Gottesbild in diesen Haltungen zum Vorschein kommt.
Auch der geschichtliche Wandel in der Jugendarbeit durfte nicht zu kurz kommen. Im Ausgang von der Krise der kirchlichen Jugendarbeit in den 60er-70ern gingen wir auf den Synodenbeschluss 1975 zur Jugendarbeit ein, in dem Jugendarbeit als "selbstloser Dienst an den jungen Menschen und an der Gestaltung einer Gesellschaft, die von Jugendlichen als sinnvoll und menschenwürdig erfahren werden kann" beschrieben wird. Wir betrachteten den Entwurf Günter Biemers zu einer theologischen Anthropologie des Jugendalters und Ottmar Fuchs These von der "Prophetischen Kraft der Jugend".
Die subjektorientierte Jugendarbeit wurde uns von unserem Referenten Dominik Schenker anhand der Kriterien Albert Scherrs (Subjektwerdung, Selbstachtung, Selbstbewusstsein, Selbstbestimmung) dargelegt und mündete in die 5 Thesen einer mystagogischen Jugendarbeit von Herbert Haslinger.
Aus diesen Kriterien und Thesen entwickelten wir Herausforderungen der Gegenwart und Erwartungen an die zukünftige Jugendpastoral. Zu diesem Zweck bildeten wir 3 Transfergruppen, die sich mit folgenden Themenbereichen auseinandersetzten:
Neben all der vielen Arbeit in Klein- und Großgruppen, szenischen Darstellungen und theoretischen Inputs kam natürlich auch die Beziehungsebene nicht zu kurz - manche diskutierten bis in die frühen Morgenstunden ...