Die 65. Befreiungsfeier im ehem. KZ Mauthausen stand dieses Jahr ganz im Zeichen des Generalthemas "Kinder und Jugendliche im KZ Mauthausen".
Knapp 100 Jugendliche aus der Katholischen Jugend und anderen Jugendorganisationen setzten sich deshalb am am Vortag der Befreiungsfeier (8.5.2010) unter dem Motto "Zeichen setzen. Jugendliche gegen das Vergessen" mit unserer Geschichte in Führungen und Workshops auseinander.
Als sichtbares Zeichen dieser Auseinandersetzung gestalteten sie ein mehr als 50 Meter langes Gendenkband und brachten darauf in eindrucksvollen Symbolen und Botschaften ihre Gedanken zu Rassismus und dem nationalsozialistischen Vernichtungsregime zum Ausdruck.
Am Sonntag, 9.5.2010, folgten ca. 1.000 Jugendliche (darunter eine Delegation der Katholischen Jugend) der Einladung zum mittlerweile vierten Jugendgedenkmarsch in den Steinbruch des ehem. KZ Mauthausen, um der Befreiung zu gedenken.
In ihren Reden gingen Jürgen Michlmayr (Vorsitzender der Gewerkschaftsjugend Österreich), Steffi Poxrucker (Vorsitzende der KJ OÖ) und Michael Lindner (Vorsitzender der SJ OÖ) auf die Bedeutung einer aktiven Erinnerungspolitik in Österreich gerade auch in den Jugendorganisationen ein und forderten die Politik auf nicht untätig zu bleiben gegenüber einem Wiedererstarken der rechten Szene.
Anschließend wurde das am Vortag gestaltete Gedenkband von den ca. 1.000 Jugendlichen auf der Todesstiege in Mauthausen entrollt und den 10.000 TeilnehmerInnen der Befreiungsfeier auf den Appellplatz des ehem. KZ Mauthausen präsentiert.