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Katholische Jugend zu HIV/AIDS: Es geht nicht nur um Gesundheit und Sexualmoral

16.07.2010

red ribbon mit dem Schriftzug

Von:
Mirjam Nekolar, Öffentlickeitsarbeit

Organisation: Katholische Jugend Österreich
+43 1 512 16 21
Johannesgasse 16/1
1010 Wien
office@kjweb.at

Kinder und Jugendliche sind besonders von HIV/AIDS betroffen. Die Katholische Jugend Österreich stellt umfassende Forderungen im Kampf gegen HIV/AIDS.

Die Katholische Jugend Österreich (KJÖ) setzt sich für eine ganzheitliche Sichtweise von HIV/AIDS sowie dessen Ursachen und Folgen ein. "Denn bei HIV/AIDS geht es nicht nur um Gesundheit und Sexualmoral", erklärt Ingrid Zúñiga Zúñiga, ehrenamtliche Vorsitzende der KJÖ. "Neben Einzelschicksalen geht es auch um soziale bzw. gesellschaftliche Zusammenhänge und um wirtschaftliche und politische Ursachen und Folgen."

Besonders erschreckend ist die hohe Anzahl von Kindern und Jugendlichen, die von HIV/AIDS betroffen sind. "Unter den weltweit rund 7.400 HIV-Neuansteckungen pro Tag sind 3.300 Kinder und Jugendliche unter 25 Jahren. Insgesamt leben derzeit bereits 5,4 Millionen Kinder und Jugendliche mit HIV/AIDS auf der Welt. Diese Zahlen sind mehr als alarmierend", berichtet Ingrid Zúñiga Zúñiga.

Die Gründe, warum Jugendliche zu den weltweit am stärksten gefährdeten Gruppen gehören, sind vielfältig. "Hier sind besonders mangelnde Information und Aufklärung, mangelnde Bildung und eingeschränkte Selbstbestimmung - insbesondere von Frauen und Mädchen - hervorzuheben", erklärt die KJÖ-Vorsitzende. Die erhöhte Armutsgefährdung von Jugendlichen und der eingeschränkte Zugang zu medizinischer Versorgung (Transportmittel, Mitversicherung, ...) sowie zu leistbaren Medikamenten, die zudem den Bedürfnissen Jugendlicher angepasst sind, kommen erschwerend dazu.

Für die KJÖ ist es daher besonders wichtig, Jugendliche und junge Erwachsene auf dieses Thema aufmerksam zu machen und ihnen Ursachen und Zusammenhänge von HIV/AIDS in Österreich und weltweit verständlich zu machen. "Wichtig in diesem Zusammenhang ist auch, Jugendliche zu ermutigen, ihre Beziehungen und ihre Sexualität verantwortungsbewusst und selbstbestimmt zu gestalten. Das beinhaltet gerade im Kontext von HIV/AIDS auch die Verwendung von Kondomen als effektivsten Schutz vor Ansteckung bei Geschlechtsverkehr", so Ingrid Zúñiga Zúñiga.

Weiters setzt sich die KJÖ dafür ein, dass Menschen mit HIV/AIDS nicht länger diskriminiert und stigmatisiert werden. "Menschen mit HIV/AIDS verdienen - wie alle anderen - einen wertschätzenden Umgang. Sie zu stigmatisieren, isolieren und diskriminieren, widerspricht ihrer Menschenwürde", so Ingrid Zúñiga Zúñiga.

Unter diesen Gesichtspunkten fordert die Katholische Jugend Österreich:

  • Zugang zu Bildung für alle
  • die Stärkung der Rechte von Mädchen und Frauen
  • die Enttabuisierung des Themas Sexualität sowie eine umfassende Sexualerziehung
  • intensive Forschung zur Prävention und Heilung von HIV/AIDS
  • den weltweiten Zugang zu Medikamenten und medizinischer Versorgung
  • die Umsetzung der Zusage Österreichs zur Anhebung des Budgets für Entwicklungszusammenarbeit
  • wirkungsvolle Anti-Diskriminierungs-Gesetze

Das Positionspapier kann unter www.katholische-jugend.at/hiv-aids heruntergeladen werden.

 

 
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