Von:
Wolfgang Schönleitner, schoenleitner@kath-jugend.at
Organisation:
Katholische Jugend Österreich
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Anlässlich der Befreiungsfeiern in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen fand auch heuer bereits zum dritten Mal der Jugendgedenkmarsch statt. Die Feierlichkeiten standen unter dem Generalthema "Widerstand gegen den Nationalsozialismus aus religiöser Motivation".
Auch heuer beteiligten sich wieder ca. 400 Jugendliche (darunter zahlreiche KJ'lerInnen) am Jugendgedenkmarsch und setzten so ein wichtiges Zeichen gegen Rassismus, Faschismus und Intoleranz.
In ihrer Begrüßung der Jugendlichen vor dem Donausaal in Mauthausen betonte Karina Neuhofer (Vorsitzende der KJ OÖ) die Wichtigkeit des Gedenkens an die Gräueltaten der NationalsozialistInnen aber auch den Mut und die Verpflichtung der Jugendlichen gerade heute Zivilcourage gegen Rechtsextreme Umtriebe zu zeigen.
Der Bürgermeister von Mauthausen, Thomas Punkenhofer, wies darauf hin, dass Mauthausen eine Mahnung aus der Geschichte ist, die leider in den 64 Jahren der Befreiung des KZ nichts von ihrer Aktualität eingebüßt hat. Michael Lindner (Vorsitzender der SJ OÖ) bestärkte die Aussagen seiner VorrednerInnen und lud die Jugendlichen ein, den Weg vom Donausaal im Ort Mauthausen zum Konzentrationslage, den 100.000ende Häftlinge gehen mussten, gemeinsam nachzugehen.
Der Marsch führte die Jugendlichen an der Außenmauer des ehem. KZ entlang, die unlängst durch Beschmierungen von Ewiggestrigen geschändet wurde, zum Jugenddenkmal.
Jürgen Michlmayr (Vorsitzender der Gewerkschaftsjugend Österreich) betonte in seiner Rede, die Notwendigkeit gerade heute wieder wachsam gegenüber Rechtsextremen tendenzen zu sein und entschieden dagegen aufzutreten. Anna Hackl (Zeitzeugin) ging in ihrer Gedenkrede auf den Massenausbruch von Häftligen im Februar 1945 ein, der sog. Mühlviertler Hasenjagd. Sie erklärte auf eindrucksvolle Weise, dass sich ihre Familie aufs Glaubensgründen dazu entschieden hatte, 2 vor der SS flüchtenden Russen 3 Monate Unterschlupf in ihrem Bauernhof zu bieten.
Julia Klaben (Vorstandmitglied der Bundesjugendvertretung) unterstrich in ihrer Rede die Bedeutung der Auseinandersetzung mit rechten Tendenzen in der Vergangenheit und in der Gegenwart. Saime Öztürk (Muslimische Jugend Österreich) rief zu gegenseitiger Toleranz auf und verurteilte die Provokationen auf der Außenmauer der KZ Gedenkstätte auf das Schärfste.
Anschließend zogen die Jugendlichen auf den Appellplatz des ehem. KZ Mauthausen ein.
Die organisatorische Planung des Gedenmarsches wird vom Mauthausen Komitee Österreich in Zusammenarbeit mit der Sozialistischen Jugend, der Gewerkschaftsjugend und der Katholischen Jugend durchgeführt. Die musikalische Umrahmung der Feierlichkeiten vor dem Jugenddenkmal gestaltete die "Gruppe Widerstand".