Von:
Mirjam Nekolar, Öffentlichkeitsarbeit Katholische Jugend Österreich, nekolar@kath-jugend.at
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Katholische Jugend Österreich
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Im vergangenen Schuljahr haben bei über 680 Orientierungstagen in ganz Österreich speziell ausgebildete ReferentInnen mit Schülerinnen und Schülern aller Konfessionen gearbeitet. Die Orientierungstage (OT) dauern ein bis zwei Tage und finden außerhalb des Schulalltags statt.
„Jugendliche sind in der Schule einem zunehmenden Leistungsdruck ausgesetzt", berichtet Matthias Zauner, Vorsitzender der Katholischen Jugend Österreich. „Durch die Wirtschaftskrise geschürte Zukunftsängste kommen erschwerend hinzu! Die Orientierungstage der Katholischen Jugend und des Don Bosco Hauses liefern in ganz Österreich wichtige Beiträge, damit Schülerinnen und Schüler zu eigenständigen, starken Persönlichkeiten werden. Gerade heute kann eine starke Klassengemeinschaft Jugendlichen Halt und Sicherheit geben", so Zauner weiter.
Insgesamt haben im vergangenen Schuljahr über 16.000 SchülerInnen in ganz Österreich dieses Angebot, sich abseits des regulären Unterrichts mit wichtigen Themen auseinander zu setzen, genutzt.
Die Orientierungstage bieten die Möglichkeit, dass Schülerinnen und Schüler sich über die Grenzen des regulären Unterrichts hinaus mit Themen befassen, für die im Schulalltag oft zu wenig Zeit bleibt. Fragen nach dem Zusammenleben in der Schule, Gewalt und Konfliktsituationen, Persönlichkeitsentwicklung und die Hinführung zu einem solidarischen Handeln stehen dabei im Mittelpunkt. „Die Orientierungstage leisten einen wichtigen Beitrag zur Erweiterung von sozialen Kompetenzen und zur Verbesserung des Schulklimas", erklärt Zauner.
Die Themen der jeweiligen Orientierungstage sind Lebens- und Glaubensthemen der Jugendlichen und werden von der Klasse selbst bestimmt. Im Schuljahr 2008/09 war das Thema „Klassengemeinschaft" besonders beliebt. Dabei setzen sich die jungen Menschen mit ihrer Rolle in der Klasse auseinander, Konfliktsituationen werden thematisiert. Durch Kooperationsübungen erleben die Jugendlichen Zusammenhalt sowie die Stärken und Vorteile von Teamarbeit.
Ein weiteres Thema, das Jugendliche stark beschäftigt und in der Phase des Erwachsenwerdens eine zentrale Rolle spielt, ist „Sexualität". Im regulären Unterricht ist dafür leider oft kein Platz bzw. gibt es kaum eine Weiterentwicklung in der Methodik und Didaktik des Sexualkundeunterrichts.
Orientierungstage bieten einen vertraulichen Rahmen, in dem Jugendliche alle Fragen und Unsicherheiten bezüglich dieser Thematik ansprechen können.
„Uns ist es wichtig, eine entkrampfte und ganzheitliche Sicht auf Sexualität zu vermitteln und Jugendliche zu ermutigen, dass sie sich nicht von gesellschaftlich und medial vermittelten Bildern unter Druck setzen lassen. Durch eine alters- und zeitgemäße Auseinandersetzung kann das Selbstbewusstsein der Jugendlichen gestärkt werden", erklärt Zauner. „Wir wollen die Jugendlichen zu verantwortungsbewussten Entscheidungen für sich und die Partnerin, den Partner bestärken."
Die Katholische Jugend bietet für Orientierungstag-LeiterInnen regelmäßig Schulungen und Weiterbildungen zu diesen und anderen Themen an.
Die Orientierungstage werden von speziell ausgebildeten ReferentInnen geleitet. „Dass über 70% der Referentinnen und Referenten ehrenamtlich arbeiten, zeigt das hohe Engagement in der Katholischen Jugend", berichtet Zauner abschließend.
Über die Homepage www.orientierungstage.at finden Interessierte die Kontaktmöglichkeiten und weitere Informationen zu den diözesanen OrganisatorInnen.
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