Zur Navigation

"Mit Kirche darf ich nicht peinlich aussehen"

16.01.2012

KJÖ-Vorsitzender Tobias Hirschmann im Gespräch mit einem Besucher der Pastoraltagung ©KJÖ

Von:
Mathilde Kraus

Organisation: Katholische Jugend Österreich
+43 1 512 16 21
Johannesgasse 16/1
1010 Wien
office@kjweb.at

Katholische Jugend anlässlich der österreichischen Pastoraltagung

Vom 12. bis 14. Jänner fand die Pastoraltagung, „Jugend geht ab“ in St. Virgil, Salzburg, statt. Das Interesse am Thema zeigte sich auch an der bis jetzt höchsten TeilnehmerInnenzahl in der Geschichte der österreichischen Pastoraltagung. Unter den 450 TeilnehmerInnen waren zahlreiche haupt- und ehrenamtliche MitarbeiterInnen der Katholischen Jugend (KJ) und anderer kirchlicher Jugendorganisationen sowie einige Bischöfe, unter ihnen auch Jugendbischof Stephan Turnovszky.

Neben Vorträgen, Workshops und Präsentationen fand am Samstag die abschließende Podiumsdiskussion zum Thema „Zukunft der kirchlichen Jugendpastoral“ statt. Tobias Hirschmann, Vorsitzender der Katholischen Jugend Österreich, betonte, dass es die Jugend nicht gibt. Daher steht die KJ für eine vielfältige Angebotspalette und liefert somit einen wesentlichen Beitrag zur Jugendpastoral in Österreich. „Kirchliche Jugendarbeit ist Beziehungsarbeit“, ist Hirschmann überzeugt, „Die Jugendarbeit der KJ nimmt Jugendliche ernst und begegnet ihnen mit der Frage `Was soll ich dir tun?´ (Mk 10,51)“. Damit bezog er sich auf Worte in der Predigt von Jugendbischof Turnovszky in der Messe am Abend zuvor.

Damit Jugendpastoral weiterhin auch „face-to-face“ möglich ist, braucht es Zeit, Engagement und ausreichend personelle und finanzielle Ressourcen. In diesem Bereich sind Investitionen nötig, da die scheibchenweisen Einsparungen die Arbeit in den Diözesen massiv betreffen.

Hirschmann zog mit den Worten Mit Kirche darf ich nicht peinlich aussehen“ (Anlehnung an das Zitat eines Jugendlichen aus der Sinus Milieu Studie U27) die Schlussfolgerung: „Das teilweise hausgemachte schlechte Image der Kirche erschwert die Jugendarbeit, und es besteht Handlungsbedarf – das ist gar keine Frage. Deshalb ist die Katholische Jugend überzeugt, dass für die Erneuerung der Kirche Visionen, Ideen und die Tatkraft von jungen Menschen unerlässlich sind.“

Tatkräftiger Einsatz war schon während der Tagung erlebbar: Durch den Jugendchor der Pfarre Abersee, die Gestaltung der Liturgien durch die KJ-Gruppe Faistenau, das Abendlob von Loretto Salzburg und das der KJ Salzburg sowie das herausragende Konzert des Jugendvokalensembles „voice´r´us“ (Borromäum Salzburg).

Foto: KJÖ-Vorsitzender Tobias Hirschmann mit jugendlichem Pastoraltagungsbesucher © KJÖ 

 
| Teilen auf