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Soziales lernen

... und Partizipation sind Grundbausteine des schullischen Alltags!

Schule darf nicht nur an Leistung orientiert sein oder am Interesse, SchülerInnen zu wirtschaftlich verwertbaren Arbeitskräften auszubilden. Das jetztige Schulsystem bietet wenig Entfaltungsmöglichkeiten für die individuellen Bedürfnisse von SchülerInnen. Konfliktmanagement, Schulsozialarbeit und stärkere Mitbestimmung der SchülerInnen müssen besser in den Schulalltag integriert und von Bundesebene gefördert werden!

Seit 1974 ist das Recht der Schüler/innen zur Mitbestimmung im SchUG verankert. Die darin festgehaltenen Richtlinien sind bis heute nur ungenügend in die Praxis umgesetzt. Immer noch fehlen im Schulalltag Zeit und Raum zum Erleben demokratischer Prozesse. Verschärft wurde diese Situation durch Stundenkürzungen, die in der Folge mögliche Freiräume noch mehr als ohnehin einschränken. Dies führt dazu, dass das Schulleben betreffende Informationen nicht an die Schüler/innen gelangen, Diskussionen zur Meinungsbildung nicht stattfinden und daher wenig Transparenz über Funktionen und Prozesse vorhanden ist. Demokratische Vorgänge in der Schule müssen mit der eigenen Lebensrealität aller Beteiligten in Beziehung gesetzt, in diese integriert und gelebt werden.

 

Für die konkrete Umsetzung fordern wir ...

  • Stärkung der Bundeschüler/innenvertretung durch Direktwahl
  • Demokratie lernen als Inhalt in der Lehrer/innenausbildung
  • Wahlrecht für Unterstufenschüler/innen
  • Arbeitsplatz für Schüler/innenvertretung
  • Möglichkeit zur Übergabe der Agenden in der Schüler/innenvertretung
  • Anwendung von Demokratie in inhaltlichen und methodischen Fragen im Unterricht
  • Ausbau der Schüler/innenseminare, schulintern, landes- und bundesweit
  • Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch und Weiterbildung in schulischen Belangen
  • Erweiterung des Angebotes an bildungspolitischen Zeitungen und Zeitschriften für Schüler/innen
  • Budget für Schüler/innenvertretung; Bericht über Aktivitäten, Evaluation und Abrechnung als Gegenleistung
  • Anerkennung des Zeitaufwandes und des ehrenamtlichen Engagements (Zertifikat, „Bildungsurlaub",..)
  • Hauptamtliche Tätigkeit auf Bundes- und Landesebene zur Unterstützung der ehrenamtlichen Schüler/innenvertretung, die demokratisch von den gesetzlichen Schülervertreter/innen gewählt werden. Zu den Aufgaben zählen: Informationen sammeln, aufbereiten und weitergeben,...
  • Mitsprachemöglichkeit aller Schüler/innen in „Klassenstunden"
  • Klassensprecher/innen die Möglichkeit zur Rücksprache geben, Zeit für die Entwicklung einer Gesprächs- und Konfliktkultur
  • Räumlichkeiten zur selbstständigen Nutzung. Ein Raum dient als klassenübergreifender Treffpunkt, Gestaltung des Raumes sollte den Schüler/innen überlassen werden, denn Schule ist auch ein Lebensraum.

 

 
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