Von:
Mirjam Nekolar, Öffentlichkeitsarbeit
Organisation:
Katholische Jugend Österreich
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Utl: Jugendliche werden durch den Zuweisungsstopp von Zivildienern im Regen stehen gelassen
Die Katholische Jugend Österreich (KJÖ) ist von der Mitteilung, dass die Mittel für die Förderung von Zivildienern für das Jahr 2010 bereits jetzt ausgeschöpft sind, völlig überrascht worden.
„In einem kurzen Telefonat wurde uns seitens der Zivildienstserviceagentur mitgeteilt, dass kein Geld mehr vorhanden sei. Zukünftige Zivildiener, die sich bereits auf ihren Einsatz gefreut und vorbereitet haben, stehen nun im Regen", fasst Matthias Zauner, Vorsitzender der KJÖ, die aktuelle Situation bestürzt zusammen.
Die Katholische Jugend ist auf mehreren Ebenen von dieser dramatischen Nachricht betroffen. Einerseits ist die KJÖ als jahrzehntelange Zivildienst-Einrichtung selbst von der aktuellen Entwicklung betroffen und soll dieses Jahr weniger Zivildiener zugewiesen bekommen, andererseits leistet die Katholische Jugend seit Jahren Zivildienstberatung im Ausmaß von mehreren hundert Arbeitsstunden jährlich. „Welche Informationen können wir Jugendlichen in unseren Beratungen nun geben?", reagiert Zauner verärgert und beklagt, dass "Jugendliche und die Trägereinrichtungen ohne jegliche Vorinformation vor vollendete Tatsachen gestellt werden."
Kurz nach Ende der Begutachtungsfrist für die Zivildienstgesetznovellierung (ZDG-Novelle 2010), aus der die generelle Tendenz herauszulesen ist, die Rechte der Zivildiener zu beschneiden und Budgeteinsparungen auf Kosten der Betroffenen zu tätigen, bedeutet die gestrige Hiobsbotschaft für hunderte zukünftige Zivildienstleistende den nächsten massiven Einschnitt.
Ohne Vorwarnung wird von den Jugendlichen verlangt, von einem Tag auf den anderen, ihre gesamte Lebensplanung umzustellen. „Die Möglichkeit, Zivildienst leisten zu können, darf nicht zu einem Lotteriespiel verkommen! Wir fordern Innenministerin Dr. Maria Fekter auf, den Zuweisungsstopp mit sofortiger Wirkung aufzuheben und erwarten uns, dass die nötigen finanziellen Mittel dafür locker gemacht werden", so Zauner abschließend.
Die aktuelle Stellungnahme der Katholischen Jugend Österreich zur ZDG-Novelle 2010 kann hier heruntergeladen werden.