Die am häufigsten gestellten Fragen rund ums Thema Firmung, kurz und knackig erklärt. Solltest du noch weitere Fragen oder Anliegen haben, melde dich und wir versuchen dir weiterzuhelfen. Alle nützlichen Kontaktinformationen findest du auf unserer Kontaktseite.
Firmung
Warum soll ich mich firmen lassen?
- Stärkung für den Lebensweg
Die Firmung ist ein Zeichen dafür, dass du nicht allein unterwegs bist – Gottes Geist begleitet und stärkt dich.
- Bewusste Entscheidung für den Glauben
Du sagst „Ja“ zu deiner Taufe und triffst eine eigene, reife Entscheidung für deinen Glaubensweg.
- Teil der Gemeinschaft
Du wirst voll in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen und kannst aktiv mitgestalten.
- Impulse für die persönliche Entwicklung
Die Auseinandersetzung mit Fragen des Glaubens, der Werte und des Lebens hilft dir, dich selbst besser kennenzulernen.
- Ermutigung zum Engagement
Die Firmung bestärkt dich, Verantwortung zu übernehmen – für dich selbst, für andere und für die Welt.
- Ein besonderes Fest
Die Firmung ist ein feierlicher Moment in deinem Leben – mit Familie, Freund*innen und deiner Pfarre.
- Ein*e Firmpat*in an deiner Seite
Du bekommst eine Person an die Seite gestellt, die dich begleitet, unterstützt und für dich da ist.
Ab welchem Alter kann ich gefirmt werden?
Im Jahr der Firmung musst du mindestens 12 Jahre alt werden. Das Durchschnittsalter liegt in den meisten Diözesen bei 13 bis 14 Jahren. In jeder Diözese gibt es jedoch spezielle Regelungen. In Vorarlberg liegt das Firmalter beispielsweise diözesanweit bei 17 Jahren. Bitte kontaktiere die Ansprechperson in deiner Diözese für weitere Informationen.
Ich will mich firmen lassen – was muss ich tun?
Die Pfarrgemeinde, in der du deinen Hauptwohnsitz hast, ist zuständig für die Firmvorbereitung. Du bekommst im jeweiligen Pfarrbüro Auskunft, wann die nächste Firmvorbereitung startet. Viele Pfarrgemeinden schreiben die Jugendlichen an bzw. informieren im Gottesdienst, auf der Website, im Pfarrbrief etc. über die Möglichkeit der Firmvorbereitung. Manche Pfarrgemeinden bieten nur alle zwei Jahre eine Vorbereitung für die Firmung an.
Nach der Firmvorbereitung, die in jeder Pfarrgemeinde etwas anders abläuft, bekommst du deine Firmkarte. Mit der Firmkarte kannst du dich überall firmen lassen, auch in anderen Diözesen.
Ich möchte mich in einer anderen Pfarrgemeinde firmen lassen. Geht das?
Grundsätzlich kannst du dich auch in einer anderen Pfarrgemeinde firmen lassen. Wichtig ist nur, dass du dir von der Pfarrgemeinde bestätigen lässt, dass du an der Firmvorbereitung teilgenommen hast. Manche Pfarren verteilen auch eine Firmkarte, aber das ist überall unterschiedlich. Bitte nimm auch rechtzeitig Kontakt zu der gewünschten Pfarrgemeinde auf, in der du gefirmt werden möchtest.
Kann jemandem die Firmung verweigert werden?
Die Firmvorbereitung ist dazu da, sich mit verschiedenen Themen rund um Glauben und Firmung auseinanderzusetzen. Oftmals kann es vorkommen, dass die Vorbereitung nicht so besucht werden kann wie erwartet wird – wegen längerer Krankheit beispielsweise. Hier heißt es gut in Kontakt bleiben mit den Verantwortlichen vor Ort, dann wird die Firmung auch nicht verweigert werden.
Muss ich gefirmt sein, wenn ich heiraten will?
Nein. Die Firmung ist keine Voraussetzung für die kirchliche Ehe.
Wie läuft die Firmung ab?
Die Firmung findet im Rahmen eines Gottesdienstes statt. Nach dem Wortgottesdienst geht der*die Jugendliche mit seinem*ihrer Pat*in zum Firmspender. Der*die Pat*in legt den Arm auf die Schulter. Der Firmspender legt seine Hände auf den Kopf des*der Jugendlichen, zeichnet mit Chrisamöl ein Kreuzzeichen auf ihre*seine Stirn und sagt dabei: „Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist.“ Der*die Jugendliche antwortet mit „Amen“. Der Ritus endet mit dem Friedensgruß. Jugendliche werden in der Regel in der Pfarre auf den Ablauf bzw. den Ritus der Firmung vorbereitet.
Muss ich alles glauben, was die Kirche sagt, um gefirmt zu werden?
Nein, du musst nicht alles glauben, was die Kirche sagt, um gefirmt zu werden. Die Firmung ist kein ‚Test im Glaubenswissen‘, sondern eine Einladung, deinen Glauben zu vertiefen und bewusst Ja zu sagen zu einem Weg mit Gott – in Freiheit und mit deinem eigenen Verstand.
- Glaube ist ein Weg, kein Zwang
Die Kirche lädt dich ein, dich mit dem Glauben auseinanderzusetzen – aber sie zwingt dich nicht, alles sofort oder ohne Fragen zu übernehmen. Zweifel und Fragen gehören zum Glauben dazu. Auch viele Heilige und große Theolog*innen hatten Fragen und haben gerungen.
- Die Firmung ist ein persönliches Ja
Bei der Firmung sagst du nicht Ja zu einem fertigen Katalog von Meinungen, sondern zu einer Beziehung: zu Gott, zum Heiligen Geist, zur Gemeinschaft der Kirche. Es ist wie bei einer Freundschaft – du musst nicht alles verstehen oder perfekt sein, um Ja zu sagen.
- Kirche ist mehr als Regeln – sie ist Gemeinschaft und Auftrag
Vielleicht hilft dir die Frage: Was begeistert dich an Jesus? Was findest du spannend an der Idee, dass der Heilige Geist in dir wirkt? Die Kirche ist nicht nur Institution, sondern auch Bewegung, Gemeinschaft, Engagement für Gerechtigkeit, Hoffnung und Liebe.
- Einladung zur Entdeckung
Du darfst kritisch sein. Aber gib der Kirche auch eine Chance, dich zu überraschen. Vielleicht entdeckst du Seiten an ihr, die du vorher nicht kanntest – in der Musik, im sozialen Engagement, in der Stille, im Gebet, in der Gemeinschaft.
Ich finde keine*n Pat*in. Was kann ich tun?
Bei der Firmung ist ein*e Pat*in nicht zwingend vorgesehen. Jugendliche können also auch ohne Pat*in zur Firmung gehen. Viele Jugendliche sagen jedoch, dass sie es als bestärkend erleben, wenn sie ein*e Pat*in begleitet – nicht nur bei der Firmung, sondern auch auf ihrem Lebens- und Glaubensweg. Wenn ein Jugendlicher keine*n Pat*in findet, kann er*sie sich auch an die Firmbegleiter*innen wenden und mit ihnen gemeinsam überlegen, wer als Pat*in in Frage kommen könnte.
Welche Person soll ich als Pat*in auswählen?
Der*die Pat*in soll eine Person sein, welche dich in deinem Leben – und vielleicht auch in deinem Glauben begleitet. Es soll ein Mensch sein, mit du eine besondere Beziehung hast oder eine Beziehung aufbauen möchtest. Stelle dir die Frage, ob du dich mit deinem*er Pat*in gut unterhalten kannst, du dir gemeinsame Zeiten gut vorstellen kannst.
Was, wenn ich zum Zeitpunkt der Firmung gar nicht bereit bin?
Dann ist es okay, die Firmung zu verschieben. Es ist besser, ehrlich zu sein, als etwas mitzumachen, das sich nicht stimmig anfühlt. Du kannst dich auch später firmen lassen – wenn du das Gefühl hast: Jetzt passt es.
Was kann ich tun, wenn meine Eltern mich zur Firmung drängen, ich aber nicht sicher bin?
Sprich ehrlich mit ihnen – und mit deiner Firmbegleitung. Es ist dein Weg und deine Entscheidung zählt. Die Firmvorbereitung kann dir helfen, zu klären, was du willst und brauchst. Zwang widerspricht dem Sinn der Firmung.
Darf ich als queere Person zur Firmung gehen?
Ja, natürlich. Die Firmung ist für alle Menschen da. Jeder Mensch ist von Gott gewollt und geliebt – so wie er*sie ist. Wenn du Fragen oder Sorgen hast, such dir eine*n Seelsorger*in, der*die offen und unterstützend ist. Achte auf das „a+o | akzeptierend und offen | Prädikat“ (öffnet in neuem Tab).
Firmvorbereitung
Was sind die wichtigsten Inhalte der Firmvorbereitung?
Die Firmvorbereitung wird von jeder Pfarre individuell gestaltet. Manche Pfarren arbeiten dabei zusammen. Typische Inhalte sind: Heiliger Geist, eigene Stärken, Gemeinschaft, soziale Projekte, Verantwortung für die Schöpfung, eigener Glaube, Leben als Christ*in, etc.
Was ist das optimale Modell für die Firmvorbereitung?
Die Art und Dauer der Firmvorbereitung wird in den einzelnen Pfarrgemeinden sehr unterschiedlich gehandhabt. Ein einheitliches (Erfolgs-)Modell der Firmvorbereitung gibt es nicht. Die Pfarrgemeinde muss für sich selbst die Ziele der Firmvorbereitung festlegen und ein dementsprechendes Modell der Vorbereitung entwickeln. Meistens heißt es: Die Mischung macht’s
Wie oft darf ich bei der Firmvorbereitung fehlen?
Die Firmvorbereitung ist die Vorbereitung auf das Sakrament der Firmung. Wenn du dich dafür anmeldest, heißt das „Ja, ich will die Firmung empfangen.“ Damit du diese Entscheidung gut treffen kannst, werden in der Vorbereitung verschiedene Themen behandelt. Wenn du zu oft fehlst, kann diese Entscheidung schwerer werden. Da der Umfang der Vorbereitung unterschiedlich ist, kann es hier keine eindeutige Antwort geben. Am besten ist es, wenn du das gleich am Beginn mit den Verantwortlichen vor Ort abklärst.
Pat*innenamt
Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen, damit ich Firmpat*in sein kann?
Infos dazu: Pat*innenamt (öffnet in neuem Tab)
Darf der*die Taufpat*in auch Firmpat*in sein?
Ja, das ist sogar ausdrücklich empfohlen.
Ich bin aus der Kirche ausgetreten. Kann ich dann Pat*in sein?
Laut dem Kirchenrecht ist das nicht möglich. Bei der Firmung ist ein*e Pat*in nicht zwingend vorgesehen. Jugendliche können also auch ohne Pat*in zur Firmung gehen. Viele Jugendliche sagen jedoch, dass sie es als bestärkend erleben, wenn sie ein*e Pat*in begleitet – nicht nur bei der Firmung, sondern auch auf ihrem Lebens- und Glaubensweg. Hier empfiehlt es sich, mit den Verantwortlichen vor Ort Kontakt aufzunehmen, um eine pastorale Lösung zu suchen.
Ich bin nicht katholisch. Kann ich trotzdem Pat*in sein?
Ob du Firmpat*in sein kannst, obwohl du nicht katholisch bist, hängt von den Regeln der katholischen Kirche ab. Die allgemeine Antwort lautet: Nein, aber mit ein paar wichtigen Nuancen:
- Wer nicht katholisch ist (auch z. B. evangelisch oder konfessionslos), kann offiziell keine Firmpatin sein.
- Allerdings kann eine nicht-katholische Person manchmal als „Zeuge“ oder „Firmpatin in Begleitung“ zugelassen werden – das ist aber nur möglich, wenn es auch eine katholische Hauptpat*in gibt, der die eigentlichen kirchlichen Anforderungen erfüllt.
Fazit:
- Du kannst nur Firmpat*in werden, wenn du katholisch bist und die weiteren Kriterien erfüllst.
- Wenn du nicht katholisch bist, kannst du nicht offiziell Pat*in sein, aber unter Umständen eine Art unterstützende Rolle einnehmen – das hängt auch vom Pfarrer und der jeweiligen Pfarre ab.
Wenn du unsicher bist, sprich am besten direkt mit dem Pfarrbüro oder dem Team, das die Firmung vorbereitet.
Ich bin geschieden und wiederverheiratet. Kann ich trotzdem Pat*in sein?
Die Diözesen in Österreich beurteilen diese Frage unterschiedlich. Hier bitte mit der Ansprechperson der jeweiligen Diözese Kontakt aufnehmen.
Was sind passende Geschenke zur Firmung?
Geschenk zur Firmung (öffnet in neuem Tab)