Geschichte der Firmung

Im Laufe der Geschichte hat sich das Sakrament der Firmung immer wieder gewandelt. Die Handauflegung und Herabrufung des Heiligen Geistes war in der Urkirche Teil des Initiationssakramentes in die Kirche: Taufe – Firmung – erste Teilnahme an der Eucharistie.  

Aus praktischen und theologischen Gründen löste sich die Firmung von der Taufe. Die Taufe spendeten nun vor allem Pfarrer, die Firmung blieb das Sakrament des Bischofs.  

Im Mittelalter wurde es üblich Kinder im Alter von 6 bis 8 Jahren zum ersten Mal an der Eucharistie teilnehmen zu lassen. So kam es zur heutigen Reihenfolge der Sakramentenspendung: Taufe – Teilhabe an der Eucharistie – Firmung. 

In der Theologie des Mittelalters stand bei der Firmung die Sendung zur Verkündigung und die Stärkung zum geistigen Kampf zum mutigen Bekenntnis des Namens Christi im Vordergrund. 

Anfang des 20. Jahrhunderts sind erstmals Neuansätze zu finden: Firmung als das Sakrament des*der reifen und mündigen Christ*in.   

Das Zweite Vatikanische Konzil betont wieder die Verbindung zur Taufe und mit dem neuen Kirchenbild vom Volk Gottes wurde die Beziehung zur Pfarrei als konkrete Gemeinschaft entscheidend. 

Neu ist auch die Verbindung von Gabe und Aufgabe im Zusammenhang mit der Firmung, mit der Geistgabe ist die Pflicht zum tätigen Zeugnis für Christus verbunden.  

Seit den siebziger Jahren wurde der Gedanke der Mündigkeit, der Eigenverantwortlichkeit und selbständigen Entscheidungsfreiheit in den Vordergrund gestellt.   

Hier erfährst du mehr zu den Aussagen in der Bibel und zur geschichtlichen Entwicklung:  

Biblische Grundlegung

Entwicklung bis zum Mittelalter

Weitere Entwicklung bis zum II. Vat. Konzil (1962-1965)

Die Bedeutung der Firmung im 2. Vatikanischen Konzil (1962-1965) 

Konstitution über die Heilige Liturgie Sacrosanctum Concilium (SC)

Dogmatische Konstitution Lumen Gentium über die Kirche (LG) 

Firmung nach dem II. Vat. Konzil

Links & Literaturhinweise