Voraussetzungen

Junge Menschen auf ihren Weg der Firmung zu begleiten, ist eine erfüllende und spannende Aufgabe. In vielen Pfarren sind die Anforderungen an die Firmbegleitung allerdings sehr hoch. Die Firmkandidat*innen sollen… 

  • jede Menge Glaubenswissen aufnehmen. 
  • die Pfarrgemeinde kennenlernen. 
  • zur Mitarbeit in der Pfarre bewegt werden. 
  • wieder „in die Kirche gehen“. 
  • über den Glauben ins Gespräch kommen. 
  • als Gemeinschaft wachsen. 
  • zur Mündigkeit in Glaubensfragen geführt werden.  
  • … und auch noch jede Menge Freude dabei haben!!! 

Diese Fülle kann eine gelungene Firmbegleitung vermutlich nicht erfüllen und das muss sie auch nicht. Gerade weil die Firmung ein Geschenk Gottes ist, bedarf es keiner vorherigen Leistung, die zum Erhalt des Sakramentes erbracht werden muss. 

Die Zeit der Begleitung vor der Firmung bereitet auf die Firmfeier vor und dient der Entscheidungsfindung der Firmkandidat*innen für den Empfang des Sakraments. Daher muss sie auf das Sakrament mit seinen Zeichenhandlung und den Lesungen hin ausgerichtet sein. Dies sollte allerdings immer an die Ressourcen, Interessen und Lebenswelten der Firmkandidat*innen UND der Firmverantwortlichen angepasst sein. 

Wesentliche persönliche Haltungen in der Firmvorbereitung mit Jugendlichen 

Die Firmvorbereitung ist mehr als reine Wissensvermittlung – sie ist ein gemeinsamer Weg des Glaubens, auf dem Jugendliche begleitet, gestärkt und ernst genommen werden wollen. Damit dieser Weg gelingen kann, braucht es von den Begleitpersonen bestimmte persönliche Haltungen. Sie schaffen die Grundlage für Vertrauen, Offenheit und eine lebendige Auseinandersetzung mit dem Glauben. Die folgenden Haltungen sind dabei besonders wesentlich: 

Haltungen

Firmbegleitung planen 

Allgemein gilt: 

  • Der Pfarrer oder ihm gleich gestellte Personen haben die Haupt- und Letztverantwortung. 
  • Kinder- und Jugendschutz wird eingehalten  Prävention

Folgende Fragen helfen dir bei der Planung: 

  • Welchen Aspekt der Firmung möchtest du herausarbeiten? (Bezug zur Taufe, Sendung, Stärkung, Gaben des Heiligen Geistes…) Beachte bei deinen Überlegungen, dass sie zu den Texten der Lesungen bei der Firmfeier passen. 
  • Worin können die Firmkandidat*innen durch die Firmbegleitung gestärkt werden? 
  • Wie wirkt und stärkt der Heilige Geist die Firmkandidat*innen? 
  • Wie können die Firmkandidat*innen diese Gemeinschaft als stärkend erleben? 
  • Wie können Firmkandidat*innen Verantwortung in der Gemeinschaft und in der Welt übernehmen? 
  • Welche zeitlichen, finanziellen, personellen Ressourcen stehen zur Verfügung?
  • Welche Räumlichkeiten stehen zur Verfügung?
  • Steht dir ein Team zur Verfügung? Wie viele haupt- und ehrenamtliche Mitarbeitende unterstützen dich?
  • Welche unterstützenden Angebote gibt es bei der Katholischen Jugend?
  • Welche Interessen und Begabungen bringen die Begleitenden mit?
  • Wie alt sind deine Firmkandidat*innen? 
  • Wie viele Jugendliche begleitest du auf dem Weg zur Firmung? 
  • Wie erfolgt die Einladung und die Anmeldung zur Firmbegleitung/Firmung (persönlicher Brief, über die Schulen,…)

Firmmodelle für die Begleitung 

Hier eine Auswahl von bewährten Firmmodellen:  

Firmtreffs in kleinen Gruppen

Firmvorbereitung an bestimmten Tagen, Wochenenden, Feriencamps

Eins-zu-eins Begleitung

Projektorientierung

Bausteinprinzip

Firmbegleitende 

In vielen Pfarren übernehmen Ehrenamtliche die Begleitung der jungen Menschen zur Firmung. Sie sollten in ihrer wertvollen Arbeit von Hauptamtlichen der Pfarren begleitet werden: 

  • Regelmäßig Wertschätzung für ihr Engagement entgegenbringen 
  • Ein Dankeschön am Ende überreichen 
  • Weiterbildungen für das Firmteam organisieren 
  • Nicht auf Jahre hinaus verpflichten & Auszeiten einplanen 
  • Offenheit und Bereitschaft Ideen aufzugreifen und Neues auszuprobieren 

Nach der Firmung  

Ein großes Thema ist die Begleitung der Gefirmten nach der Firmung. Es ist normal, wenn jugendlich Gefirmte nicht regelmäßig am Pfarrleben teilnehmen. Viele finden den Weg in die Kirche in späteren Lebensabschnitten wieder. Die Firmbegleitung und die Firmung öffnen diesen Weg zurück.